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Romanik in und um Salzwedel
0 Kommentare | Veröffentlicht von Jutta Jaeger in Romanik in und um Salzwedel

Die Romanik bezeichnet eine Kunstepoche in der Zeit zwischen 950 und 1250.
Stilmerkmale romanischer Baukunst sind mächtige Mauerflächen mit nur kleinen Fensteröffnungen, halbkreisförmige Bogenabschlüsse für Maueröffnungen und die Verwendung von massiven Säulen und Pfeilern. Seit dem 10. Jahrhundert wurden im deutschen Raum Steinbauten errichtet. Aus romanischer Zeit blieben in der Altmark hauptsächlich Kirchen erhalten. Viele altmärkische Dorfkirchen entstanden im 12. und 13. Jahrhundert. Ihre massive Feldsteinbauweise widerspiegelt eindeutig den Baugedanken der Romanik.
Der älteste Stadtteil Salzwedels entwickelte sich um die Burg herum. In dieser Zeit entstand vermutlich die erste Pfarrkirche der Stadt, die St. Lorenzkirche. Der ursprüngliche Bau wird so ausgesehen haben, wie die romanischen Dorfkirchen in der Altmark.
Anstelle der vermutlich romanischen Kirche aus Findlingssteinen entstand um die Mitte des 13. Jahrhunderts das heutige Bauwerk als dreischiffige Basilika mit einem Turm.
Nach der Reformation blieb die Lorenzkirche lange Zeit ungenutzt. Sie ging in staatlichen Besitz über und wurde von 1692 – 1856 als Salzspeicher genutzt. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden wegen Baufälligkeit die Seitenschiffe und 1791 der Turm abgebrochen.
Seit 1859 wird sie wieder von der katholischen Kirche genutzt. Ihre jetzige Innenausstattung wurde aus anderen Kirchen zusammengetragen; das nördliche Seitenschiff wurde 1964 wiederhergestellt.
Die St. Lorenzkirche gehört seit 1993 zu den ausgewählten Backsteinkirchen an der „Straße der Romanik“ – ebenso die Klosterkirchen in Diesdorf und Arendsee.
