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Wie es mit Salzwedel begann
0 Kommentare | Veröffentlicht von Jutta Jaeger in Wie es mit Salzwedel begann
Im „Altmarkboten“ steht geschrieben die Burg sei von Karl dem Großen um 780 gegründet worden. Danneil nimmt aber an, dass Karl der Große schon vor 780 im Besitz der heutigen Altmark war und diese daher hinreichend mit den Burgen geschützt hat. Unter diesen Burgen soll auch eine bei Salzwedel gewesen sein.
Der Bauplatz für eine Burg war diese erhöhte, eiszeitlich geschaffene Talsandinsel.
Sie lag sehr geschützt auf einer Anhöhe mitten im Sumpf und war nur durch einen schmalen Zugang von Bockhorn zu erreichen. Dieser schmale Zugang konnte leicht verteidigt werden. Die Burg war trotz ihrer ungewöhnlichen Größe – ein Durchmesser von 180 Metern – fast uneinnehmbar. Durch ihre Lage im Sumpf und den breiten Burggraben wurde die Salzwedeler Burg zu einer starken Wasserburg, die mit einem Mauerring umgeben war.
Vom Markgrafen eingesetzte Vögte hatten die Aufgabe, Steuern und Abgaben einzutreiben; auch hatten sie den Vorsitz bei Gerichten. Die Besatzung einer Burg bestand aus freien Männern. Diese Burgmannen verteidigten die Burg gegen Angriffe und leisteten im Notfall Kriegsdienste. Dafür erhielten sie Wohnung und Ackerland.
1057 übernahm Markgraf Udo II. von Stade die Nordmark. Die Nordmark hieß nun Mark Soltwedel. Im Jahre 1112 wurden Burg und Salzwedel von Kaiser Heinrich V. belagert. Zu dieser Zeit war Salzwedel bereits eine größere Ansiedlung, die des Kaisers Gefolge (Erzbischof, Bischöfe, Grafen, Heer) beherbergen konnte. Für die weitreichende Bedeutung der Burg spricht auch die Tatsache, dass sich die ersten Markgrafen der Nordmark noch Markgrafen von Soltwedel nannten.
1134 wurde der Anhaltiner Albrecht von Ballenstedt – Albrecht der Bär – mit der Altmark belehnt. Er eroberte von hier aus weite Gebiete jenseits der Elbe. Seit der Eroberung Brandenburgs 1150 nannte sich Albrecht „Markgraf von Brandenburg“. Die Mark Soltwedel gab es seitdem nicht mehr.
Die Enkel Albrecht des Bären (sie verlebten ihre Kindheit in Salzwedel) gründeten die Neue Stadt Salzwedel (1247).
Auch die heute noch stehenden Bauten der Burg, wie Burgturm, Reste der Burgmauer und die Ruinen der St. Annenkapelle, sind nach Meinung vieler Forscher von ihnen erbaut worden. Der heutige Bergfried dürfte also aus dem 13. Jahrhundert stammen, denn erst in dieser Zeit kam der Backsteinbau in der Altmark auf.

